DSGVO-Durchsetzung 2026: hohe Bußgelder und neue Verfahren

Veröffentlicht · Aktualisiert · Von Dazr

403 Millionen Euro gegen Google wegen Standortdaten, schnellere grenzüberschreitende Verfahren ab April 2027 und geplante DSGVO-Änderungen.

Acht Jahre nach Geltungsbeginn der DSGVO bringt die Durchsetzung weiter große Entscheidungen hervor, und die Behandlung grenzüberschreitender Fälle ändert sich bald.

Aktuelle Entscheidungen

Zusammen zeigen sie: Automatisierte Entscheidungen, internationale Übermittlungen, Transparenz und eine Speicherung nur so lange wie nötig sind die Punkte, an denen hohe Bußgelder entstehen.

Schnellere grenzüberschreitende Verfahren ab 2. April 2027

Die Verordnung (EU) 2025/2518 ergänzt Verfahrensregeln für grenzüberschreitende DSGVO-Fälle. Sie wurde am 12. Dezember 2025 veröffentlicht und gilt ab dem 2. April 2027. Sie vereinheitlicht, wann eine Beschwerde zulässig ist, gibt Beschwerdeführern und Unternehmen das Recht auf Anhörung und Einsicht in vorläufige Feststellungen und setzt Fristen: grundsätzlich 15 Monate für eine Untersuchung, um 12 Monate verlängerbar bei komplexen Fällen, und ein vereinfachtes Verfahren für einfache Fälle. Die materiellen Regeln der DSGVO ändern sich nicht.

Vorgeschlagene Änderungen der DSGVO

Der Digital-Omnibus, den die Kommission im November 2025 vorgeschlagen hat, enthält Änderungen der DSGVO, etwa eine höhere Schwelle und eine längere Frist für die Meldung von Datenpannen an die Behörden sowie eine zentrale Meldestelle für Vorfälle. EDSA und EDSB unterstützten in ihrer gemeinsamen Stellungnahme vom Februar 2026 Teile davon und äußerten Bedenken zu anderen. Es sind Vorschläge: Heute gilt weiterhin die 72-Stunden-Frist für die Meldung von Datenpannen.

Was Sie prüfen sollten

Quellen

Zur Information, keine Rechtsberatung. Zuletzt aktualisiert am 22. Oktober 2026.

Themen: DSGVO, Durchsetzung, EU

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